Der Blick des Engels

Vor einem Schaufenster bleib ich stehen,
eigentlich will ich doch weitergehen.
Doch was hält mich fest diesem Ort?
Ein Engel steht unter vielen dort.

Mit hellen Kinderaugen schaut,
der Engel mich an, er scheint mir vertraut.
Ich kann seinem Blick nicht widerstehn,
was ist mit mir so plötzlich geschehn?

In vollkommener Schönheit steht er da;
ich möchte gern bei ihm sein, ganz nah.
Locken goldig und Flügel fein,
er muss wohl etwas Besonderes sein.

Engel

Schritt für Schritt drängt es mich zur Tür;
mein klopfendes Herz ich kräftig spür’,
Ich trete gebannt in den Laden ein
und seh meinen Engel im hellen Schein.

Geh' auf ihn zu, reiche ihm die Hand,
so als hätten wir uns schon lange gekannt.
Er ist mit feinem Gewand umschlungen,
plötzlich kommen bei mir Erinnerungen.

Ist es vielleicht der Engel der Nacht,
der schon so oft über mich gewacht?
Ich halte ihn zärtlich in meinem Arm,
mir wird ganz plötzlich so wunderbar warm.

Dieser eine Engel, er soll es sein,
liebevoll packt man ihn für mich ein.
Bei mir bekommt er den schönsten Platz,
er ist nun mein allergrößter Schatz.

halte ich viele Kerzen bereit.
Im hellen Licht steht er dann
blickt mich herzlich und liebevoll an.

— 2009